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Wiedereröffnung & Altarweihe der Kirche Heilig Kreuz in Lachen SZ

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Liebe Mitbrüder
Liebe Pfarreiangehörige und Gäste
Liebe Mitglieder des Kirchenrates und der Baumkommission
Liebe Schwestern und Brüder

Mit grosser Freude bin ich heute nach Lachen gekommen, um mit Ihnen die Wiedereröffnung Ihrer Pfarrkirche Heilig Kreuz – nach der wirklich gelungenen Renovation – zu feiern. Ich gratuliere Ihnen dazu und – wie gesagt – freue ich mich mit Ihnen allen.

Die heutige Feier, vor allem die Weihe des Altars, ist sehr reich an prägnanten Zeichen und Symbolen. Wir werden den neuen Altar mit Weihwasser besprengen, mit Chrisam salben, Feuer auf dem Altar entfachen, Reliquien von einem Märtyrer, vom hl. Fidelis von Sigmaringen, einlassen, den Altar mit Tüchern bekleiden und Kerzen darauf anzünden. Bringt das uns nicht unsere Taufe in Erinnerung? Wir wurden mit dem Taufwasser von der Sünde gereinigt, mit einem weissen Kleid bekleidet, mit dem Tod und der Auferstehung Christi, dem Urmärtyrer für uns alle, vereinigt und - dargestellt in der Taufkerze - haben wir das Licht Christi empfangen.

Ich habe diese Parallelität hervorheben wollen, damit wir uns einmal mehr bewusstwerden, dass die wichtigsten Kirchen, die wichtigsten Kirchengebäude nicht aus Stein, sondern wir selber sind. Die Eucharistie wird vor allem am Altar unserer Herzen gefeiert. Was vor allem immer wieder neu renoviert und neuen Glanz erhalten soll, sind wir selber. Das kommt in der 2. Lesung, die wir gehört haben, wunderbar zum Ausdruck: «Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat.»

Das Neue, die erneuerte Neuheit, die neue Schöpfung riskiert – wie das Gebäude der Kirche – mit der Zeit wieder alt, ohne Glanz, ohne Ausstrahlung, schmutzig zu werden, es sei denn, dass wir in Christus bleiben und wir uns durch ihn mit Gott versöhnen und Werkzeuge der Versöhnung werden. Diese Pfarrkirche ist für Sie, liebe Gläubige, an erster Stelle ein Ort der Gottesbegegnung und der Versöhnung mit Gott und mit den Menschen. Wenn das stets geschieht, wird die Pfarrei nie ihre Frische, ihre Schönheit und Ausstrahlung verlieren.

Die Fähigkeit, sich zu versöhnen, zu verzeihen, nichts nachzutragen, Wege des Verständnisses zu suchen, grosszügig Beleidigungen zu übersehen, was uns einigt, fördern, und nie aufhören, die guten Seiten der Mitmenschen entdecken zu wollen, gehört zur DNA des Christentums.

Das Gleichnis des verlorenen Sohnes, bzw. des barmherzigen Vaters, das wir heute einmal mehr gehört haben, bringt diese Grundhaltung sehr anschaulich zum Ausdruck.

Als der Sohn vom Vater die Teilung der Erbschaft verlangte und beabsichtige, von zu Hause weg zu gehen, hat der Vater höchst erstaunlicher Weise das Vorhaben des Sohnes nicht in Frage gestellt, sondern seine Pläne ermöglicht. Beim Lesen des Gleichnisses bekommt man nicht den Eindruck, dass der Vater, bevor er dem Sohn grünes Licht gab, viele Angaben erfahren wollte: Wie wirst du deinen Erbteil verwenden, verwalten? Wohin wirst du reisen? Wie wirst du dich beschäftigen? Wo wirst du wohnen? Gehst du allein oder wer begleitet dich? Usw. usf. Wir finden keine einzige solche Frage. Das grösste, das der Vater dem Sohn schenkt, ist nicht der Anteil der Erbschaft, sondern das Vertrauen – trotz allem. Langfristig ist Vertrauen schenken eine der besten Investitionen im Leben. Misstrauen hingegen vergiftet von Anfang an die Beziehungen. Wir sind alle heute und immer wieder eingeladen, aus diesem Gotteshaus hinaus zu gehen und Sauerteig der Versöhnung zu sein. In einer Welt, in der Kriege herrschen, immer grössere Bedrohungen am Horizont erscheinen, in der viele Menschen unsicher und misstrauisch sind, ist es unsere Aufgabe als Christinnen und Christen mit unserem Lebenszeugnis ringsum Zuversicht, Vertrauen und Geschwisterlichkeit zu stiften.

Der barmherzige Vater überhäufte seinen Sohn – als sie sich begegneten – mit Gaben und Zuneigung. Das Mastkalb wir geschlachtet, es wird ein Bombenfest organisiert, der Sohn bekommt ein prächtiges Kleid, einen Ring und die besten Sandalen. Wie hat er darauf reagiert? Ich bin davon überzeugt, dass all das für ihn im Vergleich zur Umarmung und zum Kuss des Vaters nichts bedeutete. Der Vater hat ihm unendlich mehr gegeben als Geschenke und Kleidungsstücke. Für diesen Sohn war die Umarmung des Vaters wie ein Vorgeschmack des Himmels.

Im Herrn Geliebte, gerne stelle ich mir den Himmel vor als das, was der verlorene Sohn in den Armen des Vaters spürte, jedoch ohne Ende. Im Sinne von: da bin ich und von hier nimmt mich niemand weg. Diese Umarmung des himmlischen Vaters ist viel mehr als alles Geschaffene. Und da erlaube ich mir eine konkrete Frage: Was erwarten wir von Gott? Was denken wir, was er uns geben könnte? Was bevorzugen wir, wenn wir in die Kirche kommen? Erwarten wir von ihm Gaben, Gefallen, Hilfe, Unterstützung, Heilungen usw. oder eine persönliche, nie zu Ende gehende Verzeihung und Umarmung? Suchen wir etwas von Gott oder Gott selber?

Die Schönheit des Gotteshauses ist wichtig - und ich sage es nochmals – wir sind alle sehr dankbar, dass die Renovation so gut gelungen ist, aber die Schönheit der Wände, die Kunstgegenstände, die Lichter, die Orgel, die liturgische Gestaltung, Predigt, Gesang usw. sind letztlich Nebensache im Vergleich mit dem, was wirklich hier in der Eucharistiefeier geschieht: nämlich die Begegnung mit einem Gott, der uns liebevoll umarmt, verzeiht und küsst. So betrachtet hat jede Eucharistiefeier einen himmlischen Vorgeschmack. Und wenn wir wirklich die Eucharistie in diesem Sinn feiern, sind wir wiederum berufen, auf die Strassen zu gehen und eine liebende Umarmung für die Welt zu sein. Wir dürfen in unserer Armseligkeit doch mit unserer Ausstrahlung diese Umarmung Gottes, das Ja Gottes zu den Menschen, der Kuss Gottes für die Welt darstellen.

Erlauben Sie mir ganz kurz noch etwas über den älteren Sohn des Gleichnisses zu sagen: Er zeigte sich neidisch und verständnislos gegenüber seinem Bruder; er verglich sich mit ihm und wir spüren, dass er sich daran gewohnt hatte, im Haus seines Vaters sein zu dürfen. Er hatte die Dankbarkeit verlernt und damit auch die Freude. Lassen wir uns vom Aufruf der 1. Lesung anstecken: «Macht euch keine Sorgen; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke

Wenn wir Eucharistie feiern, wenn wir in der Kirche sind, wenn wir spüren, dass wir uns mit Gott versöhnen, dass er uns liebt, dass wir eine geschwisterliche Gemeinschaft sind, dann sind wir sehr dankbar, froh und glücklich und strahlen diese Dankbarkeit, diese Freude und dieses Glück aus. So können wir jene neue Welt stiften, von der Gott träumt.

 

Lachen, 30. März 2025

Joseph Maria Bonnemain
Bischof von Chur

 

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